Kunstforum Hochschwarzwald e.V.

© Veranstalter

KUNSTFORUM HOCHSCHWARZWALD e.V.

Salzstraße 16

79822 Titisee-Neustadt

 

Ralf Weber

 

blackwhiteforest

 

08.11. - 01.12.2019

Postanschrift:

Kunstforum Hochschwarzwald

Rainer Mertens

Mösleweg 6

79822 Titisee-Neustadt

 

rmmertens@t-online.de

 

www.kunstforum-hochschwarzwald.de

 

 

 

Öffnungszeiten während der Ausstellungen:

Samstag: 16 bis 18 Uhr

Sonntag: 11 bis 13 Uhr

 

 

 

Ausstellungsschwerpunkt:

Zeitgenössische Kunst

überwiegend Künstler aus der Region

 

Eröffnung am Freitag, 8 November 2019

um 18.00 Uhr in der Sparkasse Hochschwarzwald, anschließend

um 19.00 Uhr Eröffnung im Kunstforum Hochschwarzwald

 

 

infinite.line / Bewegung im Raum / Linie + Faltung = Raum

 

Meine Faszination ist die unendliche Linie, die als Bewegung im Raum ein offenes Volumen umhüllt. Die Arbeiten mit dem Titel infinite line verstehe ich als skulpturale Raumzeichnungen.

Am Anfang steht das Zeichnen einer Linie um einen Kubus aus Stein. Durch das knicken und falten der Linie um die einzelnen Flächen des Blockes entstehen Überschneidungen die später sich wie ein Netz um den Körper legen. Irgendwann nach vielen Versuchen und Wicklungen treffen Anfang und Ende dieser Linie wieder aufeinander und es entsteht so eine unendliche Linie.

Ist diese Linie gezeichnet, beginnt der nächste Schritt: alles was nicht Linie ist muss weg. Dadurch entsteht ein neuer Raum, der Innenraum welcher von der unendliche Linie umhüllt wird. Bei fast allen Arbeiten gibt es im Inneren der Skulptur einen Kern, welcher mit der äußeren Struktur an wenigen Punkten verbunden ist.

Dieser Innenteil ist die Seele des Blockes, sie steht in ihrer Erscheinung konträr zu der klaren Formensprache der äußeren Hülle. Ihre Entstehung basiert auf keiner strengen Formvorstellung sondern ist völlig frei in ihrer Form, manchmal durchdringt sie den Raum wie ein florales Gewächs, manchmal zieht sie Linien wie Raumdiagonalen.

Es ist eine Symbiose aus Innenraum und Außenraum, die sich auch im 2 Dimensionalen Schattenspiel der Skulptur als ein verwachsenes Liniengeflecht darstellt.

 

Tatsächlich geht es mir auch darum, dass das Ganze ein unmögliches Unterfangen ist. Es ist eine bewusst falsche Materialwahl. Stein ist für solch eine Darstellung die Falsche Wahl. Es geht bei diesen Arbeiten auch um eine genuine Sinnlosigkeit. Ich schneide und schleife so lange, bis die bisherigen Strukturen des Materials und damit das System die ersten Risse bekommt und somit quasi kurz vor dem kollabieren ist. Das ist der Moment, an dem die Arbeit dann beendet ist.

 

 

 

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